Das Netzwerk

Hintergrund

Das Österreichische Netzwerk zur Prävention von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche (ÖNPsG) wurde 2018 von Verein samara gegründet. Seit 2020 erfolgt der Aufbau des ÖNPsG in Kooperation mit Hil-Foundation. Das Netzwerk hat das Ziel, die österreichweite wissenschaftlich fundierte Präventionsarbeit von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu vernetzen, zu stärken und deutlich sichtbar zu machen.

Wir sind ein bundesweites Netzwerk, das auf die Prävention von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche spezialisiert ist. Wir beachten dabei international anerkannte Kinderschutzstandards, die Kinderrechte der Vereinten Nationen und setzen uns an allen Stellen dafür ein, Kindern und Jugendlichen ein gewaltfreies Leben in Österreich zu ermöglichen.

Wir sind überzeugt davon, dass der präventiven Arbeit eine Schlüsselfunktion zukommt, um (sexualisierter) Gewalt an Kindern und Jugendlichen entgegenwirken zu können.

Grundwerte

  • Die Kinderrechte sind die Basis unserer Arbeit, insbesondere Artikel 5 des BVG Kinderrechte:

ARTIKEL 5: (1) Jedes Kind hat das Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, die Zufügung seelischen Leides, sexueller Missbrauch und andere Misshandlungen sind verboten. Jedes Kind hat das Recht auf Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung. (2) Jedes Kind als Opfer von Gewalt oder Ausbeutung hat ein Recht auf angemessene Entschädigung und Rehabilitation. Das Nähere bestimmen die Gesetze.“ Quelle: Netzwerk Kinderrechte Österreich

  • Prävention leistet einen unersetzlichen Beitrag zu einem gewaltfreien Leben.
  • Prävention muss wissenschaftlichen Standards folgen, diese weiterentwickeln und evidenzbasiert sein.
  • Prävention bedarf hoher Fachlichkeit, Reflexion und stellt das Kindeswohl ins Zentrum aller Handlungen. Die Entwicklung von Kinderschutzkonzepten ist daher ein wichtiges Anliegen und erfolgt in Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern.
  • Wir leben in einer Welt, in der Gewalt gegenwärtig ist. Es bedarf daher der Veränderung aktueller, gesellschaftlicher Strukturen, die Gewalt begünstigen und/oder hervorbringen. Präventionsarbeit muss daher bestehende Verhältnisse kritisch betrachten, muss auch unbequem sein, um das Kindes- und Jugendwohl im Blick zu haben.
  • Alle Personen, die in der Prävention tätig sind, verpflichten sich zu einem hohen Maße zu einem ethischen Handeln: Fachpersonen sind auch Privatpersonen. Der hohe Standard umfasst dennoch alle Bereiche des Lebens und verlangt, dass Fachpersonen diesem folgen.

Haltung

Wir vereinen als Netzwerk Organisationen und Einzelpersonen im Feld der Präventionsarbeit von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Wir sind gemeinnützig, parteipolitisch unabhängig und konfessionell neutral. Wir verpflichten uns, die Kinderrechte ins Zentrum unserer Arbeit zu stellen, und unterstützen unsere Mitglieder bei der Erstellung von Kinderschutzkonzepten für ihre Einrichtung. Wir sind ein diverses Netzwerk mit einem gemeinsamen Anliegen. Alle Netzwerkmitglieder müssen daher unsere Beitrittserklärung unterschreiben.